Alpenhebung
© 2014 by Klaus-Michael Peter + Dr. Roland Kessinger
2024 ergänzt durch Thomas Wittenmeier
Alpenhebung
Vulkanische Aktivitäten im Hegau
Das Bodenniveau lag ca. 100 m höher als der heutige Hohentwiel-Gipfel. Der Hohentwiel war ein vulkanischer Pfropf unterhalb der Erdoberfläche.
4 Eiszeiten legen den Pfropf frei. Der Hohentwiel bekommt seine heutige Form
Am Ende der letzten Eiszeit streifen Rentierjägergruppen durch den Hegau
Viehzüchter und Bauern der La-Hoquette- und der Bandkeramikkultur errichten am Fuß und im Umfeld des Hohentwiels erste ständig bewohnte Siedlungen
„Singener Kultur“, Beginn der Bronzezeit im Raum Singen
Spuren spätbronzezeitlicher Siedler auf einer Terrasse am Hohentwiel und bei der Domäne
Keltische Handwerkersiedlung im „Mühlenzelgle“ an der Radolfzeller Aach sowie Siedlungsreste am Fuß des Hohentwiels
Römer erobern den Bodenseeraum, Wachturm Hohentwiel?
Alemannen drängen Römer zurück, Rhein wird Grenze, alemannischer Lentensier-König auf dem Hohentwiel ?
Alemannen werden in das Reich der Franken integriert
Alemannen werden nach militärischen Niederlagen in das Reich der Karolinger integriert
Karl der Große wird Kaiser
Letzter fränkischer Gesamtkaiser Karl III. wird auf der Reichenau begraben
Konrad I., der erste „deutsche König“, ringt alemannische Adelige nieder, die einen eigenen Herzog ernennen wollen
Konrad I. kämpft im Hegau gegen den alemannischen Adel. Erfolglose Belagerung des Hohentwiel. Alemannische Adelige erheben danach aus ihren Reihen einen Herzog der Alemannen/Schwaben
Heinrich I. erkennt das „Schwäbische Herzogtum“ unter Burkhard II. an. Babo, ein Vasall Burkhards, erhält Güter in Singen. Durch diesen Akt könnte der Grundstein für die spätere Herrschaft Niedersingen (Niederhof) gelegt worden sein.
Burkhard III. und Hadwig beherrschen das Schwäbische Herzogtum, 970 Kloster-Gründung, Hohentwiel ist wichtiges schwäbisches Herrschaftszentrum
Hohentwiel ist Witwensitz der Hadwig, die von hier aus in die große Politik eingreift
Hadwig stirbt, Kaiser Otto III. kommt zwei Mal an den Hohentwiel
Kaiser Heinrich II. verlegt das St. Georgs-Kloster vom Hohentwiel nach Stein am Rhein
Investiturstreit zwischen Kaiser und Papst. Bis um 1121 beherrscht die kaisertreue Partei den Berg. Danach setzen die papsttreuen Zähringer die Herren von Singen als neue „Herren von Twiel“ ein
Letzte Erwähnung der Herren von Singen-Twiel: Eberhard von Twiel
Werner von Singen als letzter bekannter Herr von (Nieder-) Singen
Die Zähringer sterben aus; östlich des Schwarzwaldes übernehmen die teilweise Klingener deren Besitz einschließlich Hohentwiel (1267 wird Ulrich von Klingen nach dem Twiel benannt).
Ulrich von Klingen verkauft die Burg an das Rittergeschlecht der Klingenberger
Klingenberger übernehmen die ganze Herrschaft der Klingener, Höhepunkt ihrer Macht
Fehden und Familienstreitigkeiten eskalieren (Werdenberger Fehde), Niedergang der Klingenberger
Burgfrieden vom Oktober, mit dem fünf klingenbergische Vettern für den Zugang zum Schloss Twiel weitgehende Regelungen vereinbaren.
Hans Heinrich von Klingenberg gewährt dem neuen Herzog Ulrich 1511 ein Öffnungsrecht für seinen Teil am Hohentwiel.
Hans Heinrich von Klingenberg erwirbt Singen, für 3 Jahre sind Dorf und Berg zusammen!
Herzog Ulrich von Württemberg flieht auf den Hohentwiel, wo er ein Öffnungsrecht besitzt, nachdem ihn der „Schwäbischen Bund” aus Württemberg vertrieben hat.
Unter Herzog Ulrich und Sohn Christoph wird der Hohentwiel zur württembergischen Landesfestung ausgebaut, zwei Domänen (Kauf des Bruderhofs von der Schaffhausen) werden zur Versorgung der Festung erworben bzw. eingerichtet.
Hans Caspar von Clingenberg verkauft das Schloss Hohentwiel an Ulrich von Württemberg
Das Haus Habsburg belehnt den kaiserlichen Rat Hans Jakob Fugger, Herr von Kirchberg und Weißenhorn, mit dem Dorf Singen. Fugger plant erstmals die Anlegung einer Stadt unter dem Hohenwtiel. Der Plan kommt jedoch auf Grund des wirtschaftlichen Niedergangs von Hans Jakob Fugger nicht zur Ausführung.
„Rondell Augusta“ entsteht als größter Turm Württembergs
Beginn des 30-jährigen Krieges
Hohentwiel-Kommandant Löscher besetzt Nachbarburgen und führt den Festungsausbau fort
Konrad Widerholt wird Hohentwiel-Kommandant und baut die Festung weiter aus
Widerholt übersteht 5 Belagerungen und Einschließungen, finanziert durch den französischen König
Widerholt lässt die erste evangelische Kirche des Hegaus auf dem Hohentwiel weihen
Der „Westfälische Frieden“ beendet den Krieg, 2 Jahre später gibt Frankreich den Berg an Württemberg zurück
Wiederaufbau und Ausbau der Festung; weiter außen liegende Festungswerke werden jedoch zunächst durch Habsburg verboten. Dennoch später Bündnis zwischen den alten Gegnern Habsburg und Württemberg gegen Frankreich
Nutzung als Landesfestung und Staatsgefängnis ; kurzzeitig Zufluchtsstätte der herzoglichen Prinzen vor den Franzosen. Frankreich verwüstet und plündert unter Ludwig XIV das heutige Südwestdeutschland.
Johann Jakob Moser, ein berühmter Staatsrechtler und Vertreter der Landstände wird auf Befehl von Herzog Karl Eugen verhaftet und ohne Prozess 5 Jahre in Einzelhaft und mit Schreibverbot eingekerkert. Die Landstände hatten versucht, sich gegen die maßlose Verschwendungssucht des Herzogs zu wehren.
Französische Revolution
Beginn der „Koalitionskriege“ Frankreichs gegen Europa. Wieder wird der Südwesten Deutschlands von französischen Truppen verwüstet. 1796 erstmals Truppendurchzüge im Hegau, verbunden mit Plünderungen
Im 2. Koalitionskrieg Kapitulation der schlecht ausgerüsteten Festungsbesatzung. Kampflose Übergabe der Festung an den französichen General Vandamme. Die „ Geistig und körperlich invaliden Offiziere“ (so der Stadtchronist Schaffhausen) wurde von Württemberg zum Tode verurteilt, aber später begnadigt. Die verarmten und verwahrlosten Mannschaften mussten samt Familien die Festung verlassen. Die von Württemberg Ausgestoßenen wurden von Singen aufgenommen, die entstanden Kosten aber nie beglichen.
Nach Beschluss in Paris, alle „Rheinfestungen“ zu zerstören, wird die Festung Hohentwiel geschleift und das bewegliche Gut verkauft
Der württembergische Kurfürst kommt auf den Hohentwiel
Singen und Umgebung kommen an Baden.
Württemberg setzt einen Aufseher ein, der die dauernde Plünderung der Festung durch die Bevölkerung des Umlandes verhindern soll.
Ein Verein zur Errichtung eines Belvedere auf dem Hohentwiel.
Baden scheitert mehrmals mit dem Versuch, den Berg, eine Enklave in Baden, zu bekommen; das württembergische Königshaus verhindert die Übergabe und bezeichnet ihn als württembergische „Gralsburg“ . Die Festung verfällt weiter. Wiederaufbaupläne scheitern an den immensen Kosten.
Singen wird Eisenbahnknotenpunkt, der Hohentwiel zu einem beliebten Touristenziel.
Aus touristischen Gründen erste Versuche zur Aufforstung um den Berg zu „verschönern“ und den Zugang zu erleichtern.
Der Hohentwielverein spendiert eine Orientierungstafel auf dem Hohentwiel.
August Bebel spricht auf Einladung der (badischen) SPD auf dem (württembergischen) Hohentwiel.
Das „Festspielkomitee Singen“ lässt eine Festspielhalle bauen; Kaiser Wilhelm II. besucht die Baustelle und den Hohentwiel.
Im 1. Weltkrieg wird auf dem Hohentwiel eine Flugwache eingerichtet.
Württemberg weist die Exklave Hohentwiel als „Banngebiet“ aus. Die gesamte württembergische Exklave wird jetzt von Aufsehern bewacht.
Auf der Oberen Festung und der Karlsbastion werden Hohentwiel-Festspiele geboten.
Die Hohentwiel-Festspiele werden als „Grenzlandspiele“ im Sinne des Nationalsozialismus wieder Aufgenommen. Es erfolgen umfangreiche Sanierungsarbeiten im Festungsbereich.
Ausweisung der Exklave als „Naturschutzgebiet und Bannwald Hohentwiel“. Der auswuchernde Bannwald vernichtet in der Folgezeit die geschützte einzigartige Flora und Fauna der ehemaligen Weideflächen der Domäne. Gleichzeitig werden die Erdwälle um die Untere Festung mit Sträuchern und Bäumen bepflanzt.
Ende April, beim Einmarsch französischer Truppen wird der Hohentwiel beschossen
Singens OB Theopont Diez versucht als Landtagsabgeordneter, in Stuttgart einen Gesetz zur Eingemeindung des Hohentwiels zu erwirken. Er scheitert zunächst.
Das erste wissenschaftliche Hohentwiel-Buch, als Festschrift zur Eingemeindung gedacht, wird veröffentlicht. Herausgegeber ist der Singener Kulturamtsleiter Dr. Herbert Berner.
Zum 17. Juni spricht Bundepräsident Dr. h.c. Heinrich Lübke bei einer Großkundgebung auf dem Thingplatz des Hohentwiels.
Die Domäne Bruderhof wird von Tuttlingen nach Singen umgemeindet und bebaut. Am 2. Juli sprechen sich die Bewohner des Hohentwiels bei einer vom Innenministerium angeordneten Anhörung mit 13 zu 5 Stimmen gegen die Umgemeindung der württembergischen Exklave von Tuttlingen nach Singen aus.
Der Hohentwiel wird im Rahmen der Bereinigung aller En-/Exklaven in Baden-Württemberg nach Singen umgemeindet; die Exklave bleibt im Besitz des Landes.
Jährliches Hohentwielfest (Burgfest)
1. Jazz-Festival auf dem Hohentwiel
Durchführung des ersten „Burgfestsonntages“
Vereinbarungen mit den Naturschutzbehörden hinsichtlich des Hohentwielfestes
Eröffnung einer Wetterstation auf dem Hohentwiel
1. Hohentwiel-Geschichtstag
„1100 Jahre Hohentwiel“ als Kulturschwerpunkt der Stadt Singen und Ernennung zur „Burg des Jahres“ des Landes Baden-Württemberg; neues Hohentwiel-Buch und neue Chronik.
© 2014 by Klaus-Michael Peter + Dr. Roland Kessinger
2024 ergänzt durch Thomas Wittenmeier
"Der Hohentwiel ist unser Herzstück. Ich begrüße es sehr, dass sich die Bürger im Verein der ‚Freunde des Hohentwiel e.V.‘ aktiv für unseren Hausberg einbringen. Nur durch die enge Zusammenarbeit von Stadt, Behörden und Bürgern können wir dieses Juwel nachhaltig bewahren und weiterentwickeln."
"Nicht nur Touristen sondern auch Einheimische erwandern den Hohentwiel gerne von Hilzingen aus. Deshalb ist es für uns als Nachbargemeinde Wunsch und Bestreben, den Verein „Freunde des Hohentwiels e.V.“ zu unterstützen und damit zur Pflege und zum Erhalt des Vulkanberges mit seiner weit über die Region hinaus bekannten Festungsruine beizutragen.""
"Die Verbundenheit der Tuttlinger zum Hohentwiel ist geblieben – nicht zuletzt durch den Wein vom Elisabethenberg, den die Stadt Tuttlingen gerne bei besonderen Anlässen ausschenkt. Daher war es für Tuttlingen auch eine Ehrensache, sich den Freunden des Hohentwiels anzuschließen."
"Der Hohentwiel ist unser Herzstück. Ich begrüße es sehr, dass sich die Bürger im Verein der ‚Freunde des Hohentwiel e.V.‘ aktiv für unseren Hausberg einbringen. Nur durch die enge Zusammenarbeit von Stadt, Behörden und Bürgern können wir dieses Juwel nachhaltig bewahren und weiterentwickeln."
"Nicht nur Touristen sondern auch Einheimische erwandern den Hohentwiel gerne von Hilzingen aus. Deshalb ist es für uns als Nachbargemeinde Wunsch und Bestreben, den Verein „Freunde des Hohentwiels e.V.“ zu unterstützen und damit zur Pflege und zum Erhalt des Vulkanberges mit seiner weit über die Region hinaus bekannten Festungsruine beizutragen.""
"Die Verbundenheit der Tuttlinger zum Hohentwiel ist geblieben – nicht zuletzt durch den Wein vom Elisabethenberg, den die Stadt Tuttlingen gerne bei besonderen Anlässen ausschenkt. Daher war es für Tuttlingen auch eine Ehrensache, sich den Freunden des Hohentwiels anzuschließen."













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