Kulturlandschaft

Der Konflikt zwischen Bannwald Hohentwiel und Naturschutzgebiet Hohentwiel

Gleichzeitig mit der Ausweisung des Naturschutzgebietes Hohentwiel wurde 1941 im Naturschutzgebiet ein „Bannwald“ ausgewiesen. Im diesem Bannwald sollte die Natur sich selbst überlassen werden. Innerhalb weniger Jahrzehnte überwucherte der Bannwald jedoch ungebremst große Teile des Naturschutzgebietes. Damit wurde in relativ kurzer Zeit eine jahrhundertealte Artenvielfalt zerstört. Behördeninterne Widerstände verhinderten, wahrscheinlich hauptsächlich aus Kostengründen, die Aufhebung des Bannwaldes. Inzwischen hat die Forstverwaltung Baden-Württemberg selbst erkannt, dass neue Konzepte erforderlich sind um die Artenvielfalt im Wald zu sichern.

(rot: Natur-, Grün: Landschaftsschutzgebiet = Erhaltung des ursprünglichen Landschaftsbildes mit Magerrasenflächen und barocken Wallanlagen).

Vorher / Nachher

Sichtbarkeit der Festungsanlagen

Die Festungsanlagen waren vor 50 Jahren noch gut erkennbar, inzwischen sind sie zugewachsen, die ökologisch wertvollen Magerrasenflächen größtenteils verschwunden.

Vorher / Nachher

Blick auf die Stadt

Blick von der Terrasse des Hohentwielrestaurants, vor und nach dem „Eschensterben“. Nach der Beseitigung der kranken Bäume wurde der Blick auf die Stadt, den Bodensee und die Alpenkette erstmals seit dreißig Jahren wieder frei.

Vorher / Nachher

Sichtbarkeit der denkmalgeschützten Festung

Die denkmalgeschützte Festung ist seit einigen Jahren aus Norden und Osten nicht mehr sichtbar, der Anblick von Berg und Festung hat sich durch die Ausweitung des Bannwaldes erheblich verändert. Nur im Winter kann man ihre Konturen erahnen.

Vorher / Nachher

Erschwerter Zugang zur Festung

Erschwerter Zugang zur Festung, daneben der vorbildlich gestaltete Weg zum Schloss Heidelberg.

Vorher / Nachher

Hohentwiel im Vergleich zum Munot (Schaffhausen)

Während weltweit Monumente voller Stolz beleuchtet werden, wird dies für die Festung Hohentwiel nicht erlaubt, obwohl die Festung nicht im Naturschutzgebiet liegt und moderne Beleuchtungssysteme keinen Einfluss auf Flora und Fauna der Umgebung ausüben.

Ziele & Vorschläge

Bannwald Ausweitung

Der Bannwald (gelbe Fläche) hat die ursprünglich naturschutzrechtlich geschützte alpin-mediterrane Flora und Fauna um den Hohentwielfelsen verdrängt, die grünen Flächen (Festung und Domäne) wurden bei der Ausweisung des rot gekennzeichneten Naturschutzgebietes als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

Bei der Ausweisung des Naturschutzgebietes hat man die damals württembergische Exklave aus politischen Gründen insgesamt als Naturschutzgebiet ausgewiesen.Obwohl dies für einige Bereiche nicht gerechtfertigt war. Leider besteht immer noch vielfach der Glauben, dass der gesamte Hohentwiel unter Naturschutz steht. Dadurch werden eine zeitgemäße touristische Infrastruktur und das Angebot für Naherholungssuchende, insbesondere für Behinderte und Senioren stark behindert.

Die riesige Festung Hohentwiel vor der Zerstörung.

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